Thursday, April 1, 2010



Introductory Remarks

As a German living in South Africa with his South African wife and his South African son, I have the benefit of a distinctly different viewpoint of my old and my new home, as well as their respective inhabitants - indigenous and immigrated ones. I would like to share bits and pieces of my everyday life - sometimes incredibly shocking, sometimes ridiculously funny. Because of this wide spectrum, I have chosen an oxymoron for the name of my blog: Paradisiac Hell. I feel that South Africa, like an oxymoron, very often combines normally contradictory terms – almost always with a wide grin on its beautifully diverse face. The term “paradisiac hell” came to me when I was listening to a few of my compatriots who live in South Africa permanently or for part of the year to avoid the German winter. I felt embarrassed about how they badmouthed their chosen home away from home and the South Africans on more than one occasion: They made this beautiful place sound like a gruesome backwater, riddled with crime and non-existing civil amenities, a war zone where one could not live without fear of being hacked to death by evil black men, who are otherwise too lazy to get up before noon – like hell on earth. They must really be on a different planet, because the place they were describing seems in fact more like paradise to me: beautiful landscapes; fantastic food and great service; kind, warm and welcoming, interesting people who go out of their way to make you feel welcome... If you don't like it here, why do you stay? Go home!

Einleitende Worte

Als Deutscher, der in Südafrika mit seiner südafrikanischen Frau und seinem südafrikanischen Sohn lebt, habe ich den Vorteil, meine alte und neue Heimat sowie deren Einwohner – Ureinwohner und Zuwanderer - aus einem deutlich anderen Blickwinkel betrachten zu können. Ich möchte einige Facetten aus meinem Alltag hier mitteilen– zum Teil unglaublich schockierende, dann wiederum zum Schreien komische. Wegen dieses breiten Spektrums habe ich für den Namen meines Blogs ein Oxymoron gewählt: Paradiesische Hölle. Ich habe das Gefühl, dass Südafrika, wie ein Oxymoron, sehr häufig Begriffe kombiniert, die sich eigentlich gegenseitig ausschliessen und einander widersprechen – fast immer mit einem breiten Grinsen auf seinem wunderschön vielseitigen Gesicht. Der Begriff “paradiesische Hölle” ist mir eingefallen, als ich ein paar Landsleuten zugehört habe, die entweder dauerhaft oder auf Zeit in Südafrika leben, um dem deutschen Winter zu entkommen. Fremdscham ist wohl das richtige Wort für das Gefühl das ich hatte, als ich hören musste, wie dabei Südafrika und die Südafrikaner bei mehr als einer Gelegenheit durch den Kakao gezogen wurden: Dieses wunderbare Land wurde als grauenhaft rückständiger Ort beschrieben, der von Kriminalität beherrscht und völlig ohne die Errungenschaften der Zivilisation auskommen muss; ein Kriegsgebiet in dem man nicht ohne die ständige Angst leben kann, von bösen schwarzen Männern, die ansonsten zu faul sind, vor Mittag aufzustehen, zu Tode gehackt zu werden – wie die Hölle auf Erden. Die müssen irgendwie auf einem anderen Planeten unterwegs sein, denn den Ort, den sie beschrieben kommt mir eher wie das Paradies vor: traumhaft schöne Landschaften, tolles Essen mit hervorragendem Service, freundliche, warmherzige, fröhliche und interessante Menschen, die alles dafür tun, dass man sich willkommen fühlt... Wenn es Euch hier nicht gefällt, warum bleibt Ihr dann hier? Geht doch nach Hause!

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